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0815 geht gar nicht….oder einfache Lösungen für alle sind mir suspekt

Integrativer Ausflug

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Eigentlich Alltag wie wir ihn kennen.
Und dann doch wieder nicht, weil zu Besuch bei der Oma.
Den ganzen Tag dort mit einer alten Dame und einem Teenie in der Whg. bleiben geht gar nicht.

Die Planung: Zoo. “ Yukon Bay„, die Goldgräberkulisse mit den in Kanada lebenden Tieren ist eröffnet und wir kennen sie noch nicht.

Wir freuen uns darauf.

Ein Rollstuhl ist bestellt.

Das Wetter unbeständig. Die Vorhersage kündigt sogar Unwetter an. Die junge und die alte Generation erheben höchste Bedenken.
Also muss schnell ein Alternativ-Programm her.
Museum geht nicht, da dort synästhetische Reizüberflutung zu erwarten ist.
Shopping in der Innenstadt – läuft auf unnötige Geldausgabe und ebenfalls Reizüberflutung aller Beteiligten hinaus.
Flughafen?
Als Notprogramm kompromissfähig. Teenie hofft auf shopping, Omi freut sich auf Tapetenwechsel und Kuchen und ich auf die lange Fahrt mit der Straßenbahn , dass der Tag rum geht und dabei alle einigermaßen miteinander auskommen und die gemeinsame Zeit auch ein wenig genießen können.

Losgehen. Fest stellen, dass das Wetter gar nicht so übel ist, also doch in den Zoo.

Bei dem ganzen hin-und her bemerke ich gar nicht, dass Teenie schon kurz vorm Overload wegen des ganzen Programmwechsels ist.
Zappen geht nur beim TV.

Omi erwartet uns schon startklar.
Im Zoo werden wir daran erinnert, dass alles nicht mehr so einfach ist wenn man alt wird. Tiere, die gut getarnt sind, sind nichts für kranke Augen.
Das mit dem Rollstuhl geht gut und wir bekommen überall beste Sicht.
Sogar eine kleine Fahrt mit dem „Sambesi-Boot“ ist mit Rollstuhl machbar und auch der Teenie lässt sich dazu überreden.

Der sehr fordernde Start führt nun leider zu synästhetischer Reizüberflutung des Teenies. Alles sieht dort alt aus, der Geruch dort….ein unangenehmer Geschmack verhindert, das gegessen und getrunken werden kann.Und Hunger und Durst heben ja bekanntlich nicht die Stimmung. Reden geht auch nicht.

Als geübte Begleitung habe ich gelernt, das einfach als gegeben hin zu nehmen. Der Oma, grundsätzlich sehr wohlwollend und bemüht, das alles zu verstehen, rutscht dann aber doch ein: “ dann hättest du zu Hause bleiben sollen “ heraus. Was verständlich ist, denn ein unterdrückter Overload und beleidigt sein ist nur für geübte Augen unterscheidbar.

Kleine Erholung: eine Vorführung mit diversen Tieren. Wir in der ersten Reihe. Aras fliegen über unsere Köpfe hinweg. Die eine freut sich, die andere taucht ab, sucht nach einer Kopfbedeckung….bleibt aber neugierig. Die folgenden Tiere können lustige kleine Kunststücke und für eine Weile löst sich die Anspannung.

“ Yukon Bay “ ist dann noch einmal eine Herausforderung.
Alles auf “ alt “ gemacht. Minen-Feeling. Es geht runter zu den Becken der Eisbären, Pinguine und Robben. Unterwasser-Blick. Ungleichmäßig gestrichene blaue Wände, Lichtreflexe, unebener Boden, abwärts. Omi und Enkel vereint im Gleichgewichtsproblem.
Also wieder hoch.

Es gibt noch eine Show : tanzende Robben, ein Weißkopfseeadler , Rentier …..alles sehr publikumsfreundlich dargeboten.
Das entschädigt dann noch einmal.

Das Wetter hat sich gehalten,
Müde sinken alle später in das Taxi.
Teenie will nur noch seine Ruhe, Omi noch nicht allein sein.
Also noch ein wohlverdienter Kaffe auf der Terrasse, dann ist der Ausflug zu Ende.

Jeder hat auf seine Weise durchgehalten.

Alles in allem ein gelungener Tag.

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