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0815 geht gar nicht….oder einfache Lösungen für alle sind mir suspekt

Sind wir nicht alle ein bisschen ADHS?

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Kinderzimmer war gestern.

Früh Morgens erscheint eine Freundin zwecks tatkräftiger Unterstützung in ihrer schicken Familienkutsche und los gehts.
Dahin, wo man schon lebt.

Am Vorabend noch auf den letzten Drücker alles, was ich brauche aufgeschrieben.
Morgens dann lieber doch nochmal abgemessen – besser ist es.
Man achte auf die Feinheiten : Zettel auch mit genommen.

Kleiner Plausch auf der Autobahn. Und schon Abfahrt verpasst. Macht nichts…. gefühlte 1000 km weiter ist die nächste. Also zurück. Der zweite Versuch gelingt.

Parkhaus…trocken bleiben. Wieso winkt uns dieser Heini an der Auffahrt daran vorbei?
Nein, wir wollen nicht den Familienparkplatz ohne Dach.
Heini 2 an der nächsten Auffahrt lässt uns dann auch durch.

Gut gelaunt schweben wir in den Laden. Unsere derzeit etwas anstrengenden Ableger, 12 Jahre Altersunterschied, aber die eine in der ersten großen Selbstfindungsphase, die andere in der zweiten, weit weg.

Wunderbar. Wir schauen alles an, was wir wollen. Legen uns auf Betten, die uns nicht gehören. Ohne Kommentare von Lady Besserwisser oder Ängstlich.

Ah ja, wir wollen ja auch noch was besorgen. Wo war der Zettel noch mal?

Langsam füllt sich der Laden.
Ein bisschen kirre wird man schon allein von den vielen schönen Sachen.
Wozu dann noch die vielen Menschen?

Endlich bei der einschlägigen Abteilung angekommen, findet sich alsbald ein junger Mann, der zu fachkundiger Beratung in der Lage ist. Der Fachkundige bestellt die ausgewählten Waren in der Warenausgabe und druckt mir zu meiner Freude einen Zettel aus, damit ich mir die Sachen nicht selbst aus dem Regal zerren muss. Das ist mal Service – gab‘ s den schon immer?
Weiter geht’s.
Unschätzbar wertvoll meine Freundin, die es schafft, unser Ziel nicht ganz aus den Augen zu verlieren.
Angesichts von Wohngegenständen dieser Art

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nicht so einfach.

Pause. Der Magen knurrt. Schlechte Luft mittlerweile. Nein, wir nehmen nicht die Findus Fleischbällchen.

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Wir verschütten ein wenig Kaffee und lassen uns dann an einem Ecktisch nieder.

Gestärkt treten wir nun den schwierigeren Teil unserer Expedition an. Der Marktplatz. Gut gefüllt mit kleinen und großen Menschen und noch gefüllter mit Waren verschiedenster Art. Zu viele aus der Kategorie: guck mal, das könnten wir eigentlich auch gebrauchen, oder?

Die entspannten Blicke sind passé. Wer es bis hier her geschafft hat, hat alle Sinneskanäle offen.
Sind die Kinder noch da? Ist das überhaupt mein Wagen, den ich hier schiebe? Wo ist denn jetzt noch mal dies, das, jenes…Konzentration geht kaum noch, das eint uns Marktplatz-Besucher.

Hier sollte man ignorante Lehrpersonen durchjagen, ihnen zwischendurch Aufgaben stellen, sie mal so, mal anders von Abteilung zu Abteilung schicken, Gespräche mit ihnen führen, gleichzeitig verlangen, dass sie in vorgegebener Zeit ihre Einkaufsliste ab arbeiten und hinterher sagen: schau, so geht es meinem Kind immer in der Schule. Was willst du eigentlich?

Meine Freundin steuert unbeirrt den großen Transportwagen durch die Menge. Ab und
an verlieren wir uns, dann den Wagen oder beides. Aber wir schaffen es mit nur 2 maligem zurück gehen, die Liste ab zu arbeiten. Ein wenig mehr als das, gebe ich zu.

Nun noch kleinere Teile aus den Lagerregalen.
Es langt langsam. Raus hier.
Noch schnell ein Foto vom Lieblingsmöbel, hier sogar auf sagenhafte 85 Euro reduziert!

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Yeah. Die Kasse.
Ich brauch den Zettel von dem jungen Mann weit hinter dem Marktgetümmel. Und der ist futsch. Verschwunden. Weg.
Das merke ich natürlich erst, nachdem die andere Beute schon auf dem Laufband liegt.
O.k. Fassung bewahren, zahlen.
Kommt davon. In dem Getümmel immer wieder die Knipse raus kramen, musste das sein?

Freundin belädt schon mal das Auto und ich gehe zurück auf LOS.

Gegen den Strom. Meine Augen suchen den Boden vergeblich ab. Wenn ich nur wüsste, wo verdammt noch mal diese Abteilung war…..nach einer Ewigkeit bin ich endlich da , der fachkundige junge Mann ebenfalls und er hat zum Glück ein Wahnsinnsgedächnis…er hat sich alles gemerkt, was ich so auf dem Zettel hatte. Aber nun das Beste : er verrät mir den Weg zur Kasse durch die Katakomben unter Umgehung des Marktplatzes.
Den ich dann auch nach einigen Irrungen finde.

Zahlen, Ware holen und im stockenden Verkehr Richtung Heimat kutschiert werden.

Kram hoch schleppen, Päuschen und 4 Stunden später ist alles aufgebaut.
Nicht mal ’ne Schraube hat gefehlt.
Alles an einem Tag geschafft.
Nichts gekauft, was ich nicht brauche. Auch kein klitzekleines Teil von diesen perfekt durchdachten, faszinierenden, leicht zwanghaft anmutenden Ordnungssystemen.

Meiner Freundin sei hiermit ausdrücklich und herzlich gedankt!

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