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0815 geht gar nicht….oder einfache Lösungen für alle sind mir suspekt

Perlen vor die Säue werfen? Ausnahmsweise: Ja!

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Diskussion mit der Musiklehrerin.
Eine, die uns schon Jahre verfolgt, die Frau meine ich.

Und dabei hatten wir so gute Erfahrungen mit dem Schul-Musikunterricht: die ersten beiden Klassen Trommeln, dann 2 Schuljahre Keyboard, dann ab der 5 . Klasse kam Theorie dazu. Instrumentenkunde mit ausprobieren. Die verschiedenen Musikarten – mit ausprobieren.
Sinnlicher Unterricht.
Selbstverständlich Chor von Anfang an. Mit Bewegung, Spaß und Band.
Musikpädagogen zum Mögen.
Die Geige gerne mit zur Schule schleppen.
Lieblingsfach.

Dann kam SIE.
Übernahm den Chor.
Falsche Einsätze sogar bei Auftritten.
Unklare Ansagen….unsichereres Auftreten.

Übernahm den Klassenunterricht.
Frust statt Genuss.
Vorbei mit der kreativen Insel im Schulalltag. Die Geige blieb fortan zu Hause.

Das ist eine Notenspielerin, keine Musikerin.

Schüler sind ja oft ungerecht, aber in diesem Fall kann ich das bestätigen. Zu oft habe ich ihr Wirken bei Chorauftritten, die unterstützende Eltern backstage brauchten, erlebt. Brrrr….

Ausgerechnet dieser Lehrerin nun sagen wir nicht, dass Töne nicht nur klingen, sondern auch schmecken (1). Sie wird es nicht glauben. Sich noch nicht einmal vorstellen können. Die Absicht einer Bevorzugung vermuten.

Folge: eine überdurchschnittlich musikalische Schülerin wählt Musik ab. Das klappt 1 Jahr, dann findet die Schule , sie soll weiter machen: sie ist wieder drin, obwohl sie das Fach nur als zweite Wahl angegeben hat und der präferierte Kurs nicht überbelegt war.

Protesthaltung “ für diese unmusikalische, doofe Kuh strenge ich mich nicht an“.
Auch auf der anderen Seite: sie nutzt nicht ihr Potenzial, das ist unerhört!

Debatten zu Hause: das Ganze mal pragmatisch sehen. Locker ‚ ne gute Note absahnen.
Mühsam….aber nicht erfolglos.

Gemeinsam mit einem guten Gitarrenspieler, der ähnliche Probleme hat, wird der Unterricht nun mit gestaltet.

Der Deal:
1. die Lehrerin darf den Privatinstrumenten der Kids nicht zu nahe kommen, geschweige denn stimmen
2. die anderen Schulinstrumente werden von den beiden Kids gestimmt
3. die beiden Kids dürfen ihre Arrangements für die Stücke ( z.Z. ein Reggae) selber schreiben, mit ihrer Unterstützung, na klar 😉
3. mein Teenie tut so, als ob sie nach Noten spielt, damit die Frau selig ist
4. mein Teenie füllt in Zukunft die langweiligen Arbeitsblätter aus und schreibt die Tests nicht nur zur Hälfte

Es wird nicht die letzte Diskussion mit Frau Notenspielerin sein.
Nie wird sie verstehen, dass ein Kind, dessen Schulnoten sich im unteren Bereich finden, ein Instrument so gut beherrschen kann. Ich werde ihr nicht wieder sagen, dass mein Teenie selten Geige übt – weder die unüberhörbare Schnappatmung durchs Telefon noch die darauf folgende Gardinenpredigt von der Verschwendung des Talents muss ich noch einmal haben.
Das passt offensichtlich alles nicht in ihr Weltbild.

Aus irgend einem Grund ist sie der Ansicht, wir wären per „Du“, noch von der gemeinsamen Zeit backstage her.
Darauf würde ich mich grundsätzlich nicht bei LehrerInnen, die noch für mein Kind in Frage kommen, einlassen.
Nun ja, ich tu ihr den Gefallen. Ausnahmsweise.

Auch ich muss schließlich guten Willen zeigen.

(1) Synästhesie

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