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0815 geht gar nicht….oder einfache Lösungen für alle sind mir suspekt

Inklusion paradox III: Ich Depp ich

Ein Kommentar

Prima Ergänzung zu Inklusion Pradox II

Alles was mich an_ beschreibt hier sehr anschaulich, wie notwendig diese Eignungstesterei wirklich ist. Vielen Dank.

20130910-065915.jpg

Ich selbst bin ohne Nummerus Clausus zur Uni.
Davor lagen Grundschule, abgebrochene Realschule, Hauptschule, Gesamtschule.
Meine Jobs bekam ich ohne jede Testung.
Die Krönung war ein Bewerbungsgespräch bei einem renommierten Wirtschaftsprüfer. Vom Arbeitsamt vermittelt. Wir sprachen 2 Stunden über Karate, Sport im Allgemeinen und Motorradfahren. Dann hatte ich den Job. Er wäre das Sprungbrett zur Karriere gewesen, wenn ich nicht eher für die Gegenseite gestrickt wäre. Und mir mein Seelenheil lieber als Geld.
Manchmal kam man auf mich zu. Wurde auf meine Arbeit aufmerksam.
Ich mache meine Sache gut.
Meine Arbeit ist hochwertig.

Gänzlich „untested“.
Besser so 😉

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alles was mich an_

Die Vorstellung meiner Eltern und mir, was ich nach der Matura tun könnte war begrenzt. Was tat man also, wenn man auf der Uni leider so verloren war, man bewarb sich bei der Bank. Weil bei der Bank, da war man noch wer Mitte der 80er.
Ich bewarb mich also bei der bawag und wurde zu einem Aufnahmegespräch geladen, in welchem mir dann eröffnet wurde, dass ich am soundsovielten zu einem mehrstündigen Aufnahmetest geladen werde.
Als ich nach einigen Tagen irgendwo einen muffigen Raum betrat, erwartete mich schon ein streng drein blickender Herr mit einer Stoppuhr in der Hand. Ein Blick auf ihn genügte und ich fühlte mich wie das Kaninchen vor der Schlange – ich entdeckte Ähnlichkeiten zu meinem Matheprofessor. Auf dem Tisch lag ein gespitzter Bleistift und ein Radiergummi und das wars auch schon. Und dann arbeitete ich schwitzend mit anderen Bewerbern die Testbatterien ab. Die Satz- und…

Ursprünglichen Post anzeigen 454 weitere Wörter

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Ein Kommentar zu “Inklusion paradox III: Ich Depp ich

  1. Komisch, wenn ich lese „Ich Depp ich“, kommt mir reflexartig in den Sinn: „You Angel you“ von Manfred Mann. Einfach um solcher Selbstbezichtigung was entgegen zu setzen. Auch wenn es in diesem Falle ja wohl ironisch gemeint war.
    Solche Tests erinnern mich an die Geschichte von der Suche nach dem perfekten Partner: Ein Mann wollte die perfekte Partnerin finden. Also erstellte er einen riesenlangen Anforderungskatalog und veröffentlichte ihn in einer gigantischen Annonce. Er hatte Glück, es kam sogar eine Antwort, und er hatte noch mehr Glück: in der Selbstbeschreibung im Antwortbrief passte alles aufs Haar! Also vereinbarte er ein Treffen mit seiner Traumfrau. Als ihm dort allerdings ein Mann entgegen kam, fiel ihm die Kinnlade runter: er hatte bei den Anforderungen vergessen zu erwähnen, dass die Person weiblich sein sollte… 😉

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