2018 over

2018 war hier meistes Sendepause. Dabei gab es genug Themen, zu denen ich hätte bloggen können. Mehr als genug. Rheumi gab mir 2017 Gelegenheit, mir Gedanken über grundsätzliches zu machen und konkretes zu planen. Im denken und planen bin ich gut und das mündet in (oft) grandiosen Plänen, deren Umsetzung etwas schwieriger als deren Entstehung ist und hängt leider nicht nur von mir allein ab.

Weichen stellen

Pläne lassen sich nicht verwirklichen, wenn man nicht bereit ist, Entscheidungen zu treffen. Manchmal sind es nur Nuancen, die angepasst werden, manchmal reißt man das Ruder rum, um einen anderen Weg einzuschlagen. 

Ohne Moos nix los

Beruflich hätte ich gern letzteres getan, aber von irgendwas muss ich leben und deshalb reichte es nur zu minimalen Anpassungen. Immerhin habe ich meine relative Gesundheit erhalten und aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Neben dem, was nach fast 30 Dienstjahren nicht mehr ganz so spannend und inspirierend ist, konnte ich in diesem Jahr wieder meinen Lieblingsworkshop durchführen und politisch engagierten Menschen zu mehr „Stimme“ verhelfen. Nein, keine Rhetorik- es geht um den Einsatz und Training unserer Sprechwerkzeuge, und jeder Workshop ist voller aha-Momente auch für geübte Redner_innen. Außerdem lachen wir uns über uns selbst schlapp, wenn Verhaspler, Kickser und Koordinationsschwierigkeiten mal überhand nehmen.
Bitte mehr davon in Zukunft.
Soviel sei verraten: ich stricke an einem Konzept für junge Autist_innen, die mehr Sicherheit in Gesprächen erlangen wollen. Darauf bin ich sehr gespannt.

Verdummt euch doch selber

Im Frühjahr war das Maß voll.
Lieber keine Maßnahmen von welchem Sozialträger auch immer als solche, in der Würde, Selbstbestimmung und Entwicklung nichts als leere Worthülsen sind.
Auch keine Begleitung von Therapeut_innen, die es nicht ertragen können, dass es nicht um Heilung bei Autismus geht. Die soziale Anpassung
(Maskierung) dafür halten, um sich selbst erfolgreich zu fühlen.
Seitdem Twen nicht mehr von sogenannten Fachleuten in die Selbstverleugnung, Unselbständigkeit und Depression getrieben wird, geht es ihr zunehmend besser.
Wir trauten uns kaum, diesen krassen Schritt zu gehen, weil ja Nichts-(erwerbsmäßiges)- Tun das vermeintlich Schlimmste überhaupt in unserer Leistungsgesellschaft ist. Und weil es doch für jede_n eine passendende Maßnahme gäbe.
Für Twen und auch für mich als Begleiterin ist es richtig wie es jetzt ist. Andere Jugendliche bekommen 1 Jahr Ausland gesponsert. Und ich soll mich schlecht fühlen, wenn ich meinem Kind 1 Jahr Auszeit von institutioneller Diskriminierung, Bevormundung und Demütigung schenke? Wenn Twen später evtl. einen miesen Job machen muss, dann wenigstens gegen Entgelt und nicht nur für Taschengeld weit unter Mindestlohn. Aber soweit ist sie noch nicht. Kommt Zeit, kommt Rat. Und mit etwas Glück: Tat.

Durchgeboxt

Einfach teilhaben–  so heißt eine Broschüre des BMAS, in der die Möglichkeit von Teilhabe-Leistungen als persönliches  Budget (PB) erklärt wird. Wer das PB bekommt, kann sich seine Assistenzleistungen mit dem ihm zur Verfügung gestellten Geld selbst einkaufen. Das heißt, die Assistent_innen selbst aussuchen und tritt als Arbeitgeber_in auf, nicht als Teilnehmer_in irgendeiner Maßnahme. Ein großer Schritt in Richtung Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen.
„Einfach“ zu haben ist das aber nicht.
Zumindest in der Stadt der Pfeffersäcke bevorzugen die Sozialbehörden pauschale Leistungen an große Maßnahmeträger, in deren Konzept sich die Menschen mit Behinderungen dann mit (oder entgegen?) ihren Bedürfnissen einzufügen haben.

Obstinat

Schon meine Oma sagte immer zu mir: sei doch nicht so obstinat!
Doch, bin ich. Besonders bei Behörden und wenn es um Twen geht. 
Deshalb kann Twen jetzt selbst bestimmen, wer sie unterstützt, natürlich in dem Rahmen, in dem ihr vom Amt Unterstützungsbedarf zugestanden wird. Dafür bekommt sie ein monatliches Budget, mit dem sie ihre Leute bezahlen kann.
Das Ganze war für uns sehr anstrengend und eine, wenn auch unfreiwillige Bildungsmaßnahme zugleich.
Nun freue ich mich darauf, dass ich mein durch diesen Höllenritt erworbenes Wissen 2019 weitergeben darf als Referentin in diversen Autismus -Selbsthilfegruppen und Vereinen.

Dreamteam 

Unser Fell-Peer Locke ist das Beste, was sich dieses Jahr in unser Leben gewuselt, getobt und geschmust hat. Twen und sie sind ein Dreamteam. Seit September sind die beiden  ein Azubi-Team in der Assistenzhundeschule. Sie machen beide ihre Sache bestens.IMG_1896 Im kommenden Frühjahr legen beide ihre erste Prüfung ab und bis dahin wird noch fleißig geübt. Dann gibt es auch eine Erwachsenen-Kenndecke 🙂
Das Verhalten von Kaniden und Pferden -und ihre Bindung zu Menschen – ist u.a. schon lange Twens Spezialthema und ich staune immer wieder, wie einfach und tiefgreifend die Verständigung zwischen ihr und Tieren ist. Und wie leicht sie im Umgang mit Tieren ihr theoretisches Wissen umsetzt.
Twen bekommt nun endlich eine konkrete Vorstellung davon, was Teilhabe heißen kann: so viele freundliche und wertschätzende Kontakte zu anderen Menschen hatte sie noch nie. 

Zur Kasse bitte und draußen bleiben

Schlecht ist leider die Rechtslage in Deutschland, was die Anerkennung von Assistenzhunden als Hilfsmittel angeht. Das heißt, Anschaffung und Ausbildungskosten trägt der Hundehalter.
Damit sich das ändert, wird Pfotenpiloten e.V. im kommenden Jahr eine
 Zutrittskampagene, unterstützt vom BMAS, durchführen. Achtet mal drauf.  Ausgebildete Assistenzhunde sollen überall willkommen sein, wo Menschen sich in Straßenkleidung aufhalten dürfen. In anderen Ländern schon längst kein Problem mehr. Dort gibt es Standards für die Ausbildung und klare Rechte auch für Assistenzhunde, die nicht Blindenführhunde sind.

Platz da

Mit einem heldenhaften Einsatz hat die weltbeste aller Nichten mich vom Chaos meiner langjährig gehorteten Bürokratie befreit. Sie staunte nicht schlecht, was für Kram man im Leben alles ansammeln kann, welche absurden Schriftwechsel geführt werden und verdammt noch mal: so viele Behörden gibt es? Fortan heißt es, wehret den Anfängen, was leichter gesagt als getan ist. Ablage ist noch schlimmer als abwaschen als Wassergymnastik..
Kleiner Tipp: Tapeziertische sind multifunktional.

Engagement

Es ist toll, wenn man Ideen verwirklichen kann. Wenn man Mitstreiter*innen hat, die mit einem gemeinsam Dinge voran bringen.

Trampelpfade

  • Netzwerk

2018 war ein Jahr, in dem uns das mehrfach gelungen ist. Aufgrund einer großen Veranstaltung 2017 zum Thema Arbeit und Beruf für Autistinnen ist ein Netzwerk der norddeutschen  Berufsbildungswerke entstanden, in dem konkret personenzentrierte Maßnahmen entwickeln werden. Das Schöne dabei: das Eltern-Know-How wird abgefragt  und auch Betroffene sind einbezogen.

  • Fachtag

Mit einem Fachtag „Wege entstehen, indem man sie geht“- im Herbst zum selben Thema erreichten wir 160 Menschen. Fachkräfte der Maßnahmeträger, Verantwortliche der Kostenträger und Verbände sowie Arbeitgeber_innen.  Die Resonanz war sehr positiv: erstmals hatten wir es vor Ort geschafft, dass sowohl NTs als auch ATs referierten oder Workshops leiteten. Auf Augenhöhe. 

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Dr. Riedel, Universität Tübingen

Deutlich wurde, wie viel Unwissen es noch immer über das Autismus Spektrum gibt und wie hartnäckig sich Vorurteile über Möglichkeiten der Berufsausübung halten. Etwas aufgeräumt damit  hat ein Arbeitgeber, der mit der Beschäftigung einiger Autist_innen, darunter auch ein  Rettungssanitäter,  gute Erfahrungen gemacht hat.

Muss ich noch erwähnen, dass das Team Twen-Locke dabei war und in vielen Einzelgesprächen Aufklärungsarbeit geleistet hat?

Einfach Meer erleben

Die größte Schnapsidee des Jahres war unsere Urlaubsreise an die Steilküste der Ostsee mit uns zuvor nicht bekannten jungen Autistinnen. 

Ich ärgere mich schon so lange darüber, dass es für junge Autistinnen keine guten Reiseangebote gibt. Also habe ich kurzerhand gemeinsam mit Twen und Locke eines entwickelt. Mein Job war im Wesentlichen die Organisation dieser abenteuerlichen Expedition von 6 Frauen und 3 Hunden und die Koordination vor Ort.

Vieles habe ich dazu gelernt, z.B. was besser ganz klar im Vorfeld abgeklärt werden sollte. Sagen wir mal so: wäre es eine NT-Reisegruppe (oder Seminar) gewesen, so hätten spätestens am ersten Abend die wechselseitigen Ausgrenzungsmaßnahmen begonnen. Wir aber waren ALLE daran interessiert, trotz unserer Unterschiedlichkeiten einige erholsame Tage miteinander zu haben und die gegenseitige Toleranz war entsprechend hoch.IMG_1931
Das ist Motivation für weitere Reisen dieser Art. 
Im Gegensatz zu herkömmlichen Angeboten wird es weder pädagogische, noch therapeutische Begleitung geben, sondern nur eine organisatorische Klammer. 

 

Wohn-Idee

Kleine Wohnungen für junge Autist_innen. Dafür sorgt unser kleiner Verein, der mit einer Wohnungsbaugenossenschaft eine Kooperation eingegangen ist. Alleine wohnen, ohne zu vereinsamen. Das ist die Idee. Da stecke ich gerne Energie rein. Nicht ganz uneigennützig.

Die Weltlage 

Krieg, Flucht, Rassismus, Diskriminierung,  Ausbeutung, Umweltzerstörung. Zu viele Menschen, denen das bestenfalls egal ist. Zu wenige, die sich für einen Gegenentwurf engagieren.
Soviel dazu.

Musik, Freunde und Kultur

… kamen 2017 zu kurz. Das Cello glotzt mich vorwurfsvoll an. Für 2019 habe ich Besserung gelobt. Einige Tickets sind schon geordert. Im Chor wird zunehmend nicht nur gesungen, sondern auch gefeiert. Das wurde mir oft zu viel. Der Auftritt in der Elphie und unser Jahreskonzert waren toll.  Ein Doppelkonzert habe ich geschwänzt und auch unsere Studioaufnahme. Mein Agreement deshalb mit dem Chor für die Zukunft: singen ja, Smalltalk in Großgruppen eher nein. 

6 Jahrzehnte Gurkenbekannte *

Ich bin ein Kind der Dunkelheit, wenn man von der Rundum-Festbeleuchtung der weihnachtlich geschmückten Umgebung absieht. Noch bevor das Hosianna am heiligen Abend in den Kirchen erklingt, gibt es für mich jährlich ein Geburtstagsständchen. Diesmal etwas lauter angesichts meines ehrwürdigen Jahrestages. 

Meine lieben mehr oder weniger speziellen Freund_innen, Bekannten und Kolleg_innen waren geladen und sogar erschienen. Da der kleinste gemeinsame Nenner der meisten von ihnen Zerstreutheit ist, wurde immer wieder vergessen, wann es denn losgeht und wann endet. Das war jedoch nicht weiter schlimm. Fast alle hatten eine längere Anreise, es fand eh´ vor den Stadttoren statt und so kamen einige bereits am Freitag in der Unterkunft an, andere blieben bis Montag. Dank meiner geduldigen Erinnerungs-Nachrichten klappte es dann doch mit einer gemeinsamen Feier ALLER Gäste. Für Twen, Locke und mich war es jedoch ein 4-Tage-Feier-Marathon.
Schmerzlich vermisst  habe ich meine beiden Schwestern und meine Mutter, die mich vor 4 Jahren vom Mitglied eines Weiberclans zur geschlechterparitätisch besetzten Hälfte einer Restfamilie – zumindest wenn man die Nachkommen außer Betracht lässt – gemacht haben.
Erfreut war ich hingegen über einen großen Tisch mit politisch interessierten und engagierten Youngstern der Familie.

Knobeln und Hibbeln

Puzzlespiele und Holzkreisel  auf den Tischen ersetzten die mir empfohlene anfängliche Schnitzeljagd zum Kennenlernen der anderen Gäste
(allgemeine Erleichterung),  Twen führte Interviews mit ausgewählten Gästen durch ( Erhellung und Erheiterung ) , es gab die erste widersynnige Gurkenpreisverleihung an die schrägsten meiner  Lieben
(Spaß und wohlwollende Verwunderung ) und ordentlich Speis und Trank.

Satz mit X

Ja, das gab es auch in diesem Jahr. Missglückte Versuche, unrealistische Pläne, die üblichen Fahrplanabweichungen des Lebens. So what…

Tempo raus

Gefühlt  hatten wir in diesem Jahr Veränderungen im viertel-Stunden-Takt. Und dabei ist doch gar nicht so viel passiert. Alleine die Abwesenheit diverser Energiefresser hat  viel Lebensqualität gebracht. Und dann noch dieser Sommer. Seit langem eine positive Bilanz.  Twen schaut bei aller materiellen Unsicherheit zuversichtlich in die Zukunft. Dennoch – nach diesem ereignisreichen Jahr darf es ruhig wieder etwas ruhiger werden.  Neue Verbindungen und Veränderung, ja. 
Aber alternsgerecht, wenn ich bitten darf.
Dann bleibt auch wieder mehr Zeit für meine Freund_innen.
Wir sind bereit für 2019.

Euch, liebe Blogger_innen und Leser_innen…

… möchte ich weiterhin nicht missen, weder aktiv noch passiv. Über Kommentare freue ich mich immer und auch wenn in diesem Jahr hier weniger blogs zu lesen waren, so habe ich dennoch viele von euch gelesen. So manches Mal habe ich überlegt, ob ich diesen Blog weiterführen will. Zu viel Privatkram? Oft schon habe ich eure schlauen Gedanken bei der Bewältigung meines Alltags aufgegriffen. Dafür vielen Dank. Ich schreibe weiter, vielleicht kann ich ja was zurückgeben damit.

Euch allen frohe Festtage und einen guten Start in ein engagiertes 2019.

Eure LEIDENSCHAFTLICHWIDERSYNNIG

* Teenies pubertäre Bezeichnung für meine wunderbaren  neurodiversen Freund_innen

 

 

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50 ways to be satisfied

Der Hamburger Flughafen war am Wochenende gesperrt. Nichts ging mehr, tausende Fluggäste mussten zwischenübernachten, warten, auf Klappbetten in einer Halle schlafen. Die Medien überschlugen sich mit Berichten über Fluggastrechte. Experten gaben ihr Wissen darüber, wie es zu dem generellen Stromausfall kommen konnte zum Besten und der Flughafenbetreiber gelobte Besserung.

Im Focus aller Berichte: ausschließlich das Schreckensszenario, was ist, wenn nicht alles 100%ig funktioniert, der Zeitplan nicht eingehalten wird, Unannehmlichkeiten entstehen und man umdisponieren muss. Dass so etwas, das nicht sein darf in unserer durchorganisierten Lebenswelt, doch passiert.
Und wir entsprechend – nämlich kaum – darauf vorbereitet sind.
Ja, die betroffenen Reisenden hatten jede Menge Stress und Reisende mit Special needs noch mehr.

Gäbe es genug Rückzugsräume im Flughafen für z.B. sehr reizempfindliche, behinderte oder alte Menschen, so wäre zumindest diesen schon einmal etwas geholfen. Es mangelt auch an geschulten Servicekräften für diesen Personenkreis um mit Unterstützung bei der Bewältigung dieser außergewöhnlichen Situation zur Seite zu stehen.

Das Beste draus machen

Kein  kritischer Blick der Berichterstattung auf unser streng durch getaktetes Leben. Auf unseren durch organisierten Alltag, der nur den Blick auf die negativen Seiten eines solchen Erlebnisses  zu erlauben scheint.

Ich stelle mir vor, wie aus anfänglichem Ärger Gelassenheit gegenüber der Situation wird. Man mit Menschen ins Gespräch kommt, mit denen man sonst nie ein Gespräch geführt hätte. Sich erst Anekdoten über andere Beförderungs-Pannen erzählt und später dann bei Politik oder einem eher persönlichen Austausch landet. Vielleicht sogar von der einen oder anderen Sorge oder besonderen Freude erzählt oder hört.
Es kann nervig sein, mit belegten Brötchen und Dosengetränken die Zeit in einer unbequemen Flughafenhalle tot zu schlagen. Stressig, mit Kind und Kegel eine spontan-Übernachtung in einer ohnehin von Touristen überfüllten Stadt zu finden.
Oder etwas besonderes im Alltags-Trott.
Für den, der es schafft, das Beste aus dieser Situation zu machen, ist es vielleicht eines seiner eindringlichsten Urlaubserlebnisse, an das er sich noch Jahre später positiv erinnern wird.
Und alle, die dienstlich unterwegs waren, werden sehen, dass ihr Unternehmen nicht an ihrer Verspätung  zugrunde gegangen ist bzw. ihre Arbeit geduldig auf sie gewartet hat.

Szenenwechsel

Du weißt aber, dass du da eine langjährige Verpflichtung eingehst, oder?
Damit bist du dann aber nicht flexibel.
Musst du dir das auch noch antun?
Und was, wenn Twen später beruflich durchstartet?

Alles Bedenken und Ermahnungen, die sich auf unseren Familienzuwachs auf 4 Beinen beziehen. Ich zucke mit den Schultern und denke: steht „blöd“ auf meiner Stirn oder was?
Nur wer uns wirklich gut kennt, findet unsere Idee, eng zusammen mit einem tierischen Freund zu leben und dafür auch Zeit, Nerven, Geduld und Geld aufzubringen, gut. Die meisten Menschen haben nur den Blick auf die möglichen Einschränkungen unserer Funktionalität und Flexibilität im Alltag. Wie armselig.

Dabei könnte der Zeitpunkt, einen Fell-Peer für Twen aufzunehmen, nicht besser sein:
Twen wird der Zugang zur Arbeitswelt hartnäckig verweigert. Gleichzeitig weigert sie sich zu Recht, das never-come-back Ticket in das Behindertenghetto anzunehmen. Nach nun 14 Jahren Zwangsnormalisierung durch Schule und diverse Maßnahmen ist sie reif für eine längere Pause, in der sie Zeit hat, sich positiv zu definieren und sich persönlich weiter zu entwickeln, ohne jeden Tag ihr vermeintliches Unvermögen vorgehalten zu bekommen.
Ich hingegen bewege mich perspektivisch hinaus aus der Arbeitswelt. Innerlich schon länger; nun versuche ich peu à peu , mich dem Treiben der Hochleistungswelt auch zeitlich und räumlich zu entziehen und Alternativen dazu zu entwickeln. Die nächsten Jahre werden eine Zeit des Übergangs für Twen und mich sein. Die eine kommt, die andere geht.

Lebensqualität hat viele Gesichter

Schon jetzt ist deutlich, wie gut diese Entscheidung war.  Auszeiten musste Twen ja schon immer notgedrungen zwischen den Maßnahmen hinnehmen. Aber die waren selten erholsam, denn am Ende der Pause lauerte meist ein noch unpassenderes Angebot der Bundesagentur für Arbeit.
Nun lauert: erst mal nichts.
Und das ist vorerst gut.

Twen, seit 2 Wochen -von einigen Tagen abgesehen- quasi alleinerziehende Welpen-Mama, kann nun endlich ihrem Spezialinteresse an Hundehaltung, -Training und Hundeverhalten auch praktisch nachgehen. Darauf hat sie über 10 Jahre gewartet. Einfach ist das nicht. Sich den ganzen Tag und auch zum Teil nachts auf ein anderes Wesen einstellen. Eines, das eigene Bedürfnisse und Regeln mitbringt und sie zwingt, ihre eigenen Routinen und Vorlieben anzupassen. Wege zu finden, damit dennoch alles klappt. Gleichzeitig gut für das Tier und für sich zu sorgen. Das ganz alleine schaffen.
Es strengt sie auf wohltuende Weise an, weil es nicht nur Energie nimmt, sondern auch spendet. Sie Bestätigung dadurch erhält, dass das kleine Wesen ihr vertraut.

Ich habe mich schon lange nicht mehr so bekräftigt gefühlt in einer Entscheidung.
Zu  lange schon habe ich ihr glückliches und zufriedenes Lächeln vermisst. War dazu verdonnert, zuzuschauen,  wie sie immer kleiner gemacht wurde. Ihr nichts zugetraut wurde. Sie sich selbst immer weniger zugetraut hat. Da immer wieder gegen zu halten wurde ( auch für mich ) immer schwerer.

Allein in den letzten Wochen, seit sie keinen Kontakt zu Sozialklempnern, Pädagogen oder Therapeuten hat, ist sie aufgeblüht. Ein anderes Wort dafür fällt mir nicht ein. Zeit für sich, kein Anpassungsdruck und der Ausblick auf den tierischen Freund haben ein kleines Wunder bewirkt. Sie ist mit so vielen Menschen positiv in Kontakt gekommen, wie nie zuvor. Erstaunlich, dass das auch auf mich ausstrahlt? Sicher nicht.

Ich bin glücklich, Twen das ermöglichen zu können.
Ihre neue Aufgabe steht im Gegensatz zu den verordneten Maßnahmen der BA,  zu diesem „besser als nichts“. An diesem Herzensprojekt wird sie wachsen (und nicht zerbrechen wie durch die Maßnahmen zuvor). Für sich selbst hat sie es geschafft, von den Vergleichen mit anderen jungen Erwachsenen ein Stück weg zu kommen. Diese machen z.B. work and Travel in Neuseeland. Sie nimmt eben eine Hunde-Erziehungszeit. Ein gutes Zeichen der Selbstakzeptanz. Endlich fragt sie sich wieder selbst, wohin ihr Lebensweg gehen soll und folgt nicht einem aufgedrängten Ziel und Erwartungen Dritter.

Mich macht es froh zu sehen, wie ihr Potenzial wieder zum Vorschein kommt.
Wer weiß, auf welche Weise sie es einmal nutzen wird. Denn dass sie das tun wird, davon bin ich überzeugt. Möge sie sich ein wenig innere Distanz zum oben beschriebenen Leistungswahn bewahren.

Ist das etwa verrückt oder unverantwortlich?

Mir egal, ich schau jetzt Welpen-TV 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

East Pampa Blues

Oh Mann.

Ich bin mir noch immer nicht sicher, welcher Ausblick aus dem nächstgelegenen Fenster schauriger ist: der heute morgen nach dem Aufwachen mit Submarine-Ambiente oder der aktuelle auf die visuelle Zeitreise in den Osten unseres Landes, als er sein grau-in-grau Outfit noch selbst ausgesucht hat.

Immerhin entfliehen wir Dauerregen und Sturm, hin in die sonnenreichste Gegend Deutschlands – aktuell leider nur theoretisch.
Nieselregen, überflutete Felder, auf denen der Himmel sich abgelegt zu haben scheint, gepaart mit verlassenen Landstrichen, verfallenden Häusern und Schuppen.
Ist denn hier die westliche Glitzerwelt noch immer nicht zu Hause?
Nun, das wäre zu verschmerzen.
Dennoch: so richtig anheimelnd finde ich den Ausblick nicht.

Letztes Jahr war mehr wie Weihnachten

Teenie bemerkt zwischen zwei Reise-Nickerchen das Fehlen von Werbung und Weihnachtsbeleuchtung jeder Art.

Bevor Bilder meiner Wohnzimmercoach Gestalt in meinem Hirn annehmen können, tauche ich die hiesige Landschaft gedanklich in einen großen Sonnenfilter : ja, das ist bestimmt schön hier.
Weite Felder, Rehe, ab und an eine Allee, ein Wäldchen, kaum Menschen, wenig Lärm.

Wie viele von uns machen Urlaub in fernen Ländern, in denen der Lebensstandard deutlich unter dem Unseren liegt?
Die eher armseligen Häuser dort finden wir  romantisch, stilvoll, landestypisch oder was auch immer, auf jeden Fall nicht frustrierend. Die Sonne allein bestimmt dieses Denken sicher nicht.
Die Verlassenheit manch an mir gerade vorbei fliehenden Häuser hat etwas Lebendiges, das der akkuraten Besiedlung städtischer Randgebiete im Westen abgeht. Aber das sehen wohl viele Menschen nicht.

Sich alles zu leisten, ob tip-top-Häuschen, shopping wann immer man will oder kollektiv (vor)weihnachtliche Energievergeudungsorgien ist auch so‘ ne Sache, bedenkt man die Konsequenzen daraus.

Die graue Abgeschiedenheit in die wir reisen hat was.
Ablenkung in Form einiger neuer Blues- Openings nebst Technikverbesserung entfällt leider wegen Zerstreutheit beim Packen. Will heißen, die Blues Harp ist mit der Tasche, die in letzter Sekunde umgepackt wurde daheim geblieben, zur Freude meines Ablegers.

Nun werde ich es einfach ohne Hilfsmittel einer Freundin gleich zu tun und mich Voltaire’s Worten anschließen:

‚Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich mich entschieden glücklich zu sein‘

Whatever, today no Pampa Blues.

Ich wünsche euch schöne Festtage, nicht nur äußerlich.
LW

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Kleines Schwarzes

Verzettle dich nicht!

Der mir wohl meist gegebene Rat von Eltern, Lehrern, Kollegen und Freunden.
Dabei haben die Ratgeber meist keine Ahnung, dass Mehrgleisigkeit meine Art ist, auf der Spur zu bleiben.
Hört sich wirr an?

Mittlerweile weiß so gut wie jeder, dass es unterschiedliche Lerntypen gibt.
Dabei wird auf die Art der Aufnahme des neuen Lernstoffes abgestellt: visuell, auditiv, kommunikativ und haptisch-motorisch.
Dieses Konstrukt ist nicht unumstritten und sicherlich hat jeder seine Vorliebe für die eine oder andere Lernart.

Was aber, wenn es beim Erwerb einer Fertigkeit/Fähigkeit eher darauf ankommt, dass verschiedene Sinne  in unterschiedlicher Weise aktiviert werden?

Ich mach es mal am Beispiel Musik fest:
Musik machen macht mir Spass. Hören auch.
Mich auf nur ein Instrument festzulegen, finde ich ermüdend, anstrengend und es entspricht nicht meinem Ziel: eine bestimmte Art Musik praktizieren zu können, in verschiedenen Facetten.
Ich erinnere einen Musik-Abi-Kurs, in dem es um politische Lieder ging. Nie habe ich besser ( und schneller) Geschichte gelernt als in diesem Kurs.
Selbstverständlich haben wir Texte verfasst, diese vertont und gemeinsam gespielt/ gesungen.
Nein, Meister der Poesie oder eines Instrumentes wurden wir so nicht.
Aber es hat mich gelehrt, mich nicht gegen meine Lernlust auf verschiedene Zugänge aufzubäumen.

Ich gehe gerne mehrere Wege gleichzeitig.
Das macht aus mir keinen Virtuosen auf irgend einem Instrument.
Aber ich weiß, wie sich Blues, Pop oder Klassik stimmlich und instrumentell anfühlen, je nachdem, wie und womit ich mich dem Stück nähere.
Zwei unterschiedliche Chöre, Cello, Gitarre, Blues-Harp – für mich eine runde Sache.
So verschaffe ich mir verschieden Perspektiven.
Ab und an Musiktheorie.
Oder Bücher wie z.B. Der einarmige Pianist von Oliver Sacks, in dem anschaulich erklärt wird, was in unserem Gehirn so abgeht, wenn wir musizieren, Musik hören oder uns einfach nur vorstellen.
Etwas aufwendig, das gebe ich zu.
Leider nicht zu ändern. Ich muss mir nur meine jungen Cello-Lehrerinnen anschauen: die scheinen in einem Kammerorchester aufgewachsen zu sein….abgeschieden von der musikalischen Außenwelt.
Oder nimm Gitarreunterricht bei einem Bluesspieler : nicht selten kann er das richtig gut, aber frag mal, ob er dir bei dem einen kleinen Menuett von Bach mal einen Tip geben kann.

Um nicht falsch verstanden zu werden: ich finde es richtig toll, wenn jemand sein Instrument ( oder eine andere Sache) richtig gut beherrscht.

ADHSler z.B. sollen General-Diletanten sein … ja, das mag stimmen.
Aber das muss nicht unbedingt etwas Negatives sein.
Vielseitigkeit und assoziatives Denken topt in vielen Lebenssituationen
„Fachidiotie“.
Selbst wenn man kein ‚As‘ auf nur einem Fachgebiet ist, kann man sehr wohl führend darin sein, Zusammenhänge zu erkennen, knifflige Situationen zu bewältigen oder kreativ an Aufgaben heran zu gehen.
Wär schön, Lehrer und Chefs würden das mal kapieren. Viel Energie, die jetzt in Schule und am Arbeitsplatz für Frust drauf geht, könnte positiv genutzt werden.
Letztlich hat mir z.B. mein verzettelter Lebenslauf durchaus Erfolge gebracht, die eher zielorientierten, auf eine Sache fokussierten Menschen zugeschrieben werden. Da bin ich bestimmt nicht die Einzige.
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Mein neuer Chor tritt in Schwarz auf.
Der nächste Auftritt ist in 6 Wochen.
Ich kann genau 1 Lied.
Meine Gedanken jedoch kreisen um mein Outfit.
Wo kriege ich ein schönes kleines Schwarzes her, in dem ich nicht albern aussehe, gut atmen kann, das sich gut tragen lässt und bezahlbar ist?

Was das Erlernen des Repertoires angeht, verlasse ich mich auf mein gutes musikalisches Fundament. Ist ja noch lange hin.
Und wenn’s sein muss, lege ich ’ne Nachtschicht ein, damit auch die Texte stimmen.

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Schattenspiel

»Ach,« sagte der gelehrte Mann, »ich schreibe über das Wahre und das Gute und das Schöne; aber kein Mensch macht sich etwas daraus, dergleichen zu hören. Ich bin ganz verzweifelt, denn ich nehme es mir so zu Herzen.«

»Das tue ich nie,« sagte der Schatten, »ich werde fett, und danach soll man trachten! Ja, Sie verstehen sich nicht auf die Welt, und Sie werden dabei krank.

Aus: Der Schatten von Christian Andersen

Gemessen an meinen Einkünften leiste ich mir/ uns ein nicht unbedeutendes Kulturbudget. Was allerdings nicht bedeutet, dass davon allzu viel für Kultur- Konsum übrig wäre. Aber dann und wann gönne ich mir ( und den Künstlern) dann doch mal ein Ticket, meinst spontan. So auch dieses Mal.

Chilly Gonzales mit seinem neuen Stück “ The Schadow “ spielt am Folgetag und mein Glück beschert mir einen einzelnen Restplatz mit guter Sicht. Ich hatte es bislang immer verpast, ihn life zu erleben und bin hoch erfreut über meinen Fang.

Die düsteren Märchen des dänischen Dichters Christian Andersen haben es mir schon immer angetan. Sie fangen nicht mit ‚ es war einmal ‚ an und sind in ihrer Sprache und Inhalt, verglichen mit den Märchen der Grimm- Brüder eher kompliziert. Als Kind habe ich oft nur ‚ Bahnhof‘ verstanden…..aber allein die Erzählweise reichte aus, um mich zu fesseln.

So ist es nicht verwunderlich, dass ich mir das Andersen- Märchenbuch unter den Nagel gerissen habe, als ich einst von zu Hause auszog.

Erst am Nachmittag vor der Aufführung schaffe ich es, mich durch die Süterli- bedruckten Seiten des alten Buches zu quälen. Was für eine schöne Konzert- Vorbereitung.

Im Märchen geht es um einen gelehrten Mann, der sich von seinem Schatten trennt, damit dieser Einblick in Welten bekommen kann, die ihm selbst verborgen bleiben. Der Schatten wird zum Menschen und im Verlauf der Geschichte wird der Gelehrte zum Schatten seines Mensch geworden Schattens. Er wird von seinem eigenen Schatten beherrscht und das nimmt kein gutes Ende.

Nachzulesen hier.

Die Show selber hat mir gefallen. Die Musik passte zur literarischen Vorlage und wurde sehr sparsam eingesetzt. Von Gonzales ist man eher Action gewohnt, aber diese blieb diesmal – zum Glück – aus. Es gab Schattenbilder und stummes Theater mit Kostümen aus Andersen‘ s Zeit. Unspektakulär. Auf Effektheischerei wurde verzichtet.

Mir gefällt das Stück. Die Musik passt. Selbst nach einigen Tagen sinniere ich noch über die Bedeutung des Märchens, die Art der Umsetzung auf der Bühne und die Erwartung an einen Künstler, selbst wenn er ein für ihn neues Genre bedient, dennoch wie immer sein zu müssen.

Die Kritiken könnten unterschiedlicher nicht sein : hier und hier

Und das sagt der Meister himself über sich :

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Fucking Day

An manchen Tagen passt einfach eines perfekt zum Anderen.

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Orte, an denen niemand gerne ist.
image Situationen aus einem falschen Film.

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Sich hinein begeben in ein Puzzle, dessen Teile nicht zusammen passen und die doch ein Ganzes ergeben.

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Zwischendurch: kleine Blicke in die andere Welt.

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Balsam für diesen rauhen Tag.

Und überhaupt sieht die Welt einige Tage später schon wieder ganz anders aus….

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Ungelogen….

… DAS ist mir seit meiner Kindheit noch nie passiert.

Dem alljährlichen Pfingstausflug begegnete ich immer mit gemischten Gefühlen.

In unserer Familie gab es nicht nur 1 Scout, sondern mindestens 2 , wenn nicht mehr ( kam auf unser Alter an) .
Keine Ahnung, wer die Touren festlegte.
Die Karte hatte auf jeden Fall Vaddern, aber das heißt noch gar nichts in einer weiberdominierten Sippe.
Aber so anständig waren wir schon, dass es nach außen genauso aussah, wie bei den anderen pfingstwandernden Familien: Wanderkarte und Knete präsentierte er.
Für die Verpflegung sorgte meine Oma und für die Finanzierung meine Mum.
Die freute sich immer auf “ alle mal zusammen“ .

Als gesitteter Haufen zogen wir meist bestgelaunt los um im Laufe des Tages zu einer chaotischen Truppe zu mutieren. Geschwisterzank, Führungskonkurrenzen, Autonomiestreben versus Harmoniestreben. Es war alles dabei.

Es folgten Jahre der Pfingstwanderungsverweigerung, dann der spontanen Treffen mit Gleichaltrigen, letztere ohne lästige Vorbereitung und uncooler Marschverpflegung.
Unterbrochen von verliebtheitsbedingtem lieber -zu-Hause-bleiben.
Sport-Pfingstlehrgänge und Motorrad-Touren.
Unbeschwert.

Wieder später: mit Kind und Kegel unterwegs.
Bus , Bahn und Fahrrad : die Moped-Zeit war Historie.
Noch später ohne Kegel.
Mein Organisationstalent und Orientierungssinn wurden ungebremst abgefordert.
Ich benutzte Brotdosen und andere neu angeschaffte entlarvende Utensilien.
Zum Glück gab’s schon Internet und der Aufwand der Planung hielt sich in Grenzen.
Wenn ich Glück hatte, konnte ich mich mit einer Freundin, deren Talent eher im Dosenbefüllen denn Touren-Planen lag, zusammentun und musste nur auf Weisung Nahrung zusammen tragen und vorbereiten.

Seit erst wenigen Jahren bin ich Pfingsten frei das zu tun, wonach mir ist.

Und just habe ich eine wunderschöne Tageswanderung hinter mir.
Die Ansage lautete: du brauchst dich um nichts kümmern.
2 Tage vorher per mail die konkrete Route zur Kenntnis, das Ziel war selbstverständlich abgestimmt.
1 Tag später Information über die in Aussicht gestellten Speisen.

Ich gestehe: es fiel mir nicht leicht, das hinzunehmen.
Musste ich nicht fairerweise auch etwas übernehmen?
Sicherheitshalber einen Plan B entwickeln und ergänzende Nahrung einpacken?
Noch einmal selbst die Karte ausdrucken?

Nö, musste ich nicht und ich könnte mir vorstellen, mich ein wenig an diese Art Luxus zu gewöhnen.

Und um das Glück perfekt zu machen, erwischte uns das Gewitter erst, als wir schon auf dem Heimweg waren.

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